Tipps für ein (gutes) PR-Foto

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Ein Gruppenbild lässt sich mit kleinen Elementen auflockern. (Bildrechte: Meike Pruhs)

Den einen Moment einfrieren

Wer die Wahrscheinlichkeit des Abdrucks seiner Pressemeldung erhöhen möchte, sollte ein thematisch passendes Foto mitliefern. Fotos bilden den Einstieg in jeden Text. Nicht umsonst gilt das Sprichwort „Bilder sagen mehr als 1.000 Worte…“. Damit dieser Einstieg gelingt, sollte das Foto allerdings schon etwas „hermachen“ und natürlich thematisch zum Text passen. Hier ein paar Tipps, welche Kriterien ein solches Foto erfüllen sollte. Es handelt sich dabei aber lediglich um Tipps für PR-Fotos. Nichts geht über Bilder, die von einem ausgebildeten Fotografen erstellt wurden und einen hohen künstlerischen Aspekt haben. Es kann also durchaus wichtig sein, einen solchen Experten einmal ins Unternehmen zu holen, damit er Ihr Unternehmen durch die Linse betrachtet.

1. Smartphonebilder: Nein, danke!

Auch wenn die (Foto-)Technik der heutigen Smartphones wirklich gut ist und heute mit Blitz sowie hohen Bildauflösungen gearbeitet wird, ersetzt eine Smartphonekamera auf keinen Fall eine richtige digitale Kamera. Es muss nicht gleich eine Spiegelreflex sein, denn eine Kompaktkamera tut es hier auch. In der Regel unterstützen die automatischen Programme schon sehr gut die Laienfotografie und bilden den richtigen Mix aus Tiefenschärfe und Lichtverhältnissen. Es hilft also, sich einmal mit der Funktion seiner (Firmen-)Kamera auseinanderzusetzen. Wer einen variablen Blitz hat, ist klar im Vorteil: So werden die Fotografierten nicht aus dem Leben geblitzt und fokussierte Fotoobjekte nicht überbelichtet.

2. Das Objekt der Begierde: Die Gruppe

Es gibt zahlreiche Situationen, die von einer Kamera festgehalten werden können. Nicht alles ist immer einfach. Beispiel Firmenjubiläum: Das Unternehmen hat in eine dunkele Gaststätte eingeladen und es sollen zahlreiche Mitarbeiter geehrt werden. Die Lichtverhältnisse sind miserabel, die Jubilare zahlreich. Was tun? Wer die passende Lichttechnik hat, kann aufatmen, die anderen sollten sich überlegen, die Meute einfach nach draußen zu locken (wenn mit Tageslicht zu rechnen ist). Nun aber auf keinen Fall die Truppe wie die Orgelpfeifen aufstellen und im schlimmsten Fall dann noch die kleinsten Kandidaten in die Mitte. Es hilft, die Leute seitlich hinzustellen und über die Schulter gucken zu lassen. Zwischenräume mit den größeren Kandidaten füllen und geben Sie der vordersten Reihe etwas in die Hand. Gibt es Gegenstände, die ihr Unternehmen bildlich darstellen? Versuchen Sie mehrere Ebenen zu schaffen. Machen Sie ein Bild mit allen Jubilaren und bilden sie anschließend Jubilarsgruppen. Wer das Unternehmen bereits seit 40 Jahren begleitet, ist vielleicht am interessantesten für die Presse.

3. Das Objekt der Begierde: Die Einzelperson

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Perspektivenwechsel hilft bei Porträtbildern. (Bildrechte: Meike Pruhs)

Wer Porträts von Mitarbeitern erstellen möchte, sollte sich einen neutralen und hellen Hintergrund aussuchen. Achtung: Bitte keine Pflanzen oder ähnliches aus den Köpfen wachsen lassen. Je unruhiger der Hintergrund, umso schlechter kommt die abzulichtende Person zur Geltung. Nur wer die Fotografie mit Tiefenschärfe beherrscht, sollte sich an diesen Schwierigkeitsgrad wagen. Nun lassen sich nicht alle Menschen gerne fotografieren und den meisten ist es sichtlich unangenehm.  Oft wissen die Fotoobjekte nicht, wo sie mit ihren Händen hin sollen. Eine Lösung: Hände in die Hosentaschen. Dadurch kommen gleich die Schultern ein Stückchen höher und die lästigen Hände sind verschwunden. Auch hier: kein Frontalschuss. Fotomotiv seitlich hinstellen, Oberkörper leicht Richtung Kamera drehen und über die Schulter schauen lassen. Schon wirkt das Foto dynamischer. Manchmal hilft auch ein Ausfallschritt. Auch der Fotograf kann seine Position verändern. Ein kleines Höckerchen oder eine Trittleiter wirken Wunder. Niemals, aber auch wirklich niemals von unten fotografieren. Das gibt in den seltensten Fällen vorteilhafte Bilder. Wer eine Brille trägt, sollte diese auch auflassen. Und: Einfach mehrere Aufnahmen machen, mal mit und mal ohne Blitz (Achtung: Nicht wackeln! Vermeiden: Ausatmen und abdrücken oder die Arme irgendwo auflegen).

4. Das Objekt der Begierde: Firmengebäude und Gegenstände

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Einen anderen Blick wagen und das Unternehmen ablichten. (Bildrechte: Meike Pruhs)

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Mit dem goldenen Schnitt kann der Fokus verbessert werden. (Bildrechte: Meike Pruhs)

Wer sich auf einen sonnigen Tag festlegt, hat gute Karten für tolle Fotos vom Unternehmensgebäude. Frontalfotos sind auch hier nicht die Lösung. Einfach einmal die Perspektive wechseln – hier darf auch von unten fotografiert werden. Eine Leiter wirkt mal wieder Wunder. Gleichzeitig hilft ein ungewöhnlicher Blick auf die Dinge, seien Sie kreativ. Wofür steht Ihr Unternehmen? Wissen Sie’s? Dann zeigen Sie’s! Auch hier lässt sich wunderbar mit Tiefenschärfe arbeiten. Experimentieren Sie, in der digitalen Fotografie ist das ja kein Problem.

5. Der goldene Schnitt

Wer am Ende die Fotos sichtet, sollte eine gute Auswahl treffen. Und vielleicht das ein oder andere Foto bearbeiten. Fotobearbeitungsprogramm gibt es viele und sie helfen auch bei dem ein oder anderen Feinschliff. Allerdings sollten damit nicht allzu große Fehler ausgebügelt werden. Setzen Sie den goldenen Schnitt und holen Sie die Quintessenz aus dem Bild. Zu viel Wand und unnötiger Raum können Sie getrost wegschneiden. Dadurch wird der Fokus wieder auf das Fotoobjekt gelenkt.

Mit diesen Tipps entstehen schöne Fotos, aber sie ersetzen auf keinen Fall die Arbeit eines Profis. Denn mit deren Hilfe rücken Sie ihr Unternehmen in ein tolles Licht und machen es zu einem Hingucker. Sparen Sie nicht am falschen Ende, wenn es um gute Fotos geht. Je besser die Fotos umso größer die Abdruckchancen.

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