(Corporate)-Blog auf Gedeih & Verderb!?

… oder auch mal „Nein“ sagen können

Nein_sagen

Zu einer guten Beratungsleistung gehört auch mal, Unternehmen von einem Blog abzuraten, wenn die Vorsetzungen nicht gegeben sind. (Bild: Meike Kluska)

Ein (Corporate)-Blog ist für Unternehmen eine tolle Sache: Hier können sie den Inhalt selber bestimmt, mit Expertenwissen eine enge Bindung zum Kunden aufbauen und diesen einen Mehrwert an hochwertigen (Produkt)-Informationen liefern. Doch leider bindet die Betreuung eines Blogs eine Menge Zeit: Themen müssen entwickelt, hochwertige Texte geschrieben werden. Das muss dem Unternehmen vor dem Start eines Blogs klar sein. Und da bedarf es einer guten Beratung und eventuell sogar Begleitung von Kommunikationsexperten. Diese sollten meiner Meinung nach immer dahingehend beraten, dass sich ein Blog nur dann lohnt, wenn die vorangestellten Vorsetzungen gegeben sind.
Blog ein Bauchschmerzthema

Die Inspiration für diesen Blogbeitrag bekam ich im Rahmen eines Gespräches mit einer Unternehmerin. Auf Anraten einer Agentur hat sie einen Blog etabliert. Soweit so gut, der Ansatz ging schon einmal in die richtige Richtung. Hochmotiviert hat sie die ersten Beiträge verfasst, doch mit der Zeit gingen ihr Puste und Themen aus. Und dazu die lästige Zeit, die für einen Beitrag investiert werden muss. Und so viel sei gesagt: Mit „Schreiben“ verdient sie in der Regel nicht ihr Geld! Auf meine Frage nach ihrem Blog machte es auch den Anschein, als wenn es ein leidiges Thema für sie sei, etwas, was sie lieber auf- und wegschiebt. Doch kann sie damit langfristig glücklich werden, wenn sie jeden Tag mit Bauchschmerzen aufsteht, weil sie weiß, dass da noch ein Beitrag verfasst werden muss? Auch die berühmte Suchmaschine dankt es ihr nicht, wenn sie ihren Blog weiterhin vernachlässigt.

Ein Blog kostet Zeit

Und da habe ich den Grund gefunden, warum sie überhaupt einen solchen Blog hat: Die Suchmaschine Google braucht Futter. Applaus, Applaus! Bis zu der Stelle war die Beratung genau richtig. Für Google sind hochwertige Texte mit einer großen Relevanz für die Leser Gold wert. Doch wenn die Texte und die Leser ausbleiben, erfüllt das nicht unbedingt das Suchmaschinenherz. Mangels richtiger Beratung scheint die Reichweite, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht deutlich zu sein: Die Pflege eines Blogs kostet Zeit sowie Hirnschmalz und somit Geld! Habe ich keine relevanten Themen, finde ich nicht den Ansatz für das Verfassen eines Blogbeitrages und werde so auch keinen hinter dem Ofen hervorlocken – Reichweite und Erfolg bleiben aus.

Kunden müssen wollen

Deshalb ist es manchmal auch eine super Beratungsleistung, einem Kunden von einem Blog abzuraten, wenn er das alles schlichtweg nicht leisten kann und auch nicht bereit dazu ist, jemanden da ran zu lassen, der sich damit auskennt. Nämlich so jemanden, der sein Geld mit Kommunikation verdient, der Erfahrung in dieser „Blogsache“ hat. Das Bloggen ist heute in aller Munde. Viele Unternehmen sagen: „Ja, so einen Blog, den müssen wir auch haben.“ Schon das Wörtchen MÜSSEN lässt die Alarmglocken schrillen: Warum MÜSSEN? Die Rede ist von WOLLEN! Und wer will und mit entsprechenden Ressourcen KANN, der hat langfristig Erfolg damit.

Gute Beratungsleistung bedeutet auch mal Abraten

Und auch ich gebe zu: Es gibt Tage, da verrutscht mein Blog wieder in meinem Arbeitsalltag und sicherlich fehlt es mir manchmal auch an Ideen, trotzdem WILL und KANN ich dieses „Bloggen“. Mein Appell an die „Kollegen“: Ihr macht eure Kunden mit dem Blog nur glücklich, wenn er es auch WILL und KANN. Wenn er MUSS, weil das „gut für Ggoogle“ ist, macht ihr ihn unglücklich! Das Gleiche gilt übrigens auch für Social-Media á la Facebook, google+, twitter & Co! Auch das bitte nicht auf Gedeih und Verderb „andrehen“, nur weil man damit Geld verdienen kann. Bitte einmal mehr „nein, das macht keinen Sinn für Sie, weil Sie das in Ihrem Alltag nicht leisten können oder nicht bereit sind, das jemandem zu übergeben, der sich damit auskennt“. Das ist am Ende auch eine Kundenbindung!

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