Umfrage legt Interesse an Nahversorgung in Rodde offen

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Die natürliche Lage sorgt für Wohnattraktivität in Rodde. Jedoch könnte eine Nahversorgung diese Attraktivität erhöhen. (Bild: Meike Kluska)

Umfrage ein Kommunikationsmittel

Eine Umfrage ist ein wichtiges Beteiligungs- und somit auch ein Kommunikationsmittel: Mit ihr werden andere Menschen in Prozesse mit einbezogen, denn sie können mit ihrem Kreuz etwas bewirken. Im Stadtteil Rodde wurde im Winter eine Umfrage zum Thema Nahversorgung und Wohnen im Alter gestartet. Eine gute oder überhaupt existierende Nahversorgung erhöht die Attraktivität eines Ortes sowie den Bürgerzuwachs und sorgt somit für stabile Grundstückpreise. Die Ergebnisse der Umfrage bilden die Basis für die Ansprache eines Investors, der ein solches Nahversorgungsangebot schaffen soll.

Rücklaufquote von 25 Prozent

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Von 429 Haushalten haben 109 Haushalte aus Rodde an der Umfrage teilgenommen, das entspricht einer Rücklaufquote von 25,4 Prozent. (Bild: Meike Kluska)

Erstaunlich die tolle Rücklaufquote von mehr als 25 Prozent: Von 429 Haushalten in Rodde, haben 109 teilgenommen. In der örtlichen Presse waren im Vorfeld mehrere Pressemeldungen zu diesem Thema veröffentlicht worden und die Umfrage hatte die Initiative ProRodde persönlich in die örtlichen Briefkästen geworfen. Abgefragt wurde das Rodder Interesse an einer Nahversorgung und dem Angebot von barrierefreien Wohnung – Themen, die bei den Rodder Bürgerinnen und Bürgern große Aufmerksamkeit geweckt hatte. Dass sich ProRodde für einen lebens- und liebenswerten Stadtteil einsetzt, haben bereits viele Aktionen in der Vergangenheit gezeigt (Logo Rodde, Imagebroschüre Rodde etc.). Nun soll die Nahversorgung für eine noch größere Bindung der Neu- und Altbürger an den Ort führen, Grundstückspeise stabil halten, Vereinsstrukturen und der Schul- sowie Kindergartenstandort gefestigt werden.

Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung

92 Prozent der an der Rodder Umfrage teilgenommenen Haushalte sind an einer
Nahversorgung interessiert, 94 Prozent würden das Angebot einer Bäckerei nutzen
und 14 Prozent der Befragten, die über 61 Jahre alt sind, würden gerne in eine
barrierefreie Wohnung in Rodde ziehen. Ergebnisse, die auch der Bürgermeisterin
von Rheine, Dr. Angelika Kordfelder, vorgestellt wurden. Im Austausch mit der
Bürgermeisterin bekamen die Initiative ProRodde wertvollen Input in Sachen
Bäcker- und Investorenansprache. Auch signalisierte Dr. Angelika Kordfelder
geöffnete Türen, wenn es um die Standortfrage an der Kreuzung Im Lied/Nahrodder
Straße für ein kombiniertes Angebot Bäcker und barrierefreies Wohnen gehen soll.
Gleichzeitig gab sie auch zu bedenken, dass es kein einfacher Weg in der
Investorensuche werde, denn „die denken häufig in großen Dimensionen und einer
hohen Rentabilität“, räumte Dr. Kordfelder ein. Für einen möglichen Standort
hat ProRodde ausgewiesene Baugrundstücke der Stadt Rheine im Auge. Hier sei
auch der Durchgangsverkehr mit Berufspendlern eine mögliche Einnahmequelle für
den sich ansiedelnden Bäcker – im Sommer sei der nahegelegene Dorfplatz
Rastpunkt vieler Radfahrer. „Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben. Dieses
Engagement im Stadtteil Rodde finde ich richtig klasse. Weiter so“, machte das Stadtoberhaupt von Rheine nach der Präsentation der Initiative ProRodde weiter Mut.

Bäckerei mit Café

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94 Prozent der an der Umfrage teilgenommen Rodder Haushalte würden das Angebot einer Bäckerei nutzen. (Bild: Meike Kluska

63 Prozent der Befragten in den Altersklassen null bis 20, 21 bis 40, 41 bis 61 und 61 sowie älter würden es begrüßen, wenn die Bäckerei ein Café eingliedern würde. 79 Prozent würden auch ergänzende Zusatzangebot wie Milch, Zucker, Butter, Aufschnitt etc. nutzen, 59 Prozent wünschen sich einen SB-Banken-Center und 17 Prozent würden gerne Zeitschriften kaufen. Etwa 42 Prozent planen, das Nahversorgungsangebot zwei bis dreimal in der Woche zu nutzen. Weil auch der demografische Wandel in Rodde Einzug hält und die Anzahl der älteren Bürger ansteigt, stand in der Umfrage das Thema Wohnen im Alter im Fokus. 35 Prozent der Befragten würden gerne in Rodde wohnen bleiben, aber in den eigenen vier Wänden, die vor 50 oder 60 Jahren gebaut und nicht altersgerecht eingerichtet wurden, ist das kaum möglich. In der Befragtengruppe der über 61-Jährigen ziehen 26 Prozent eine barrierefreie Wohnung den eigenen vier Wänden vor, 14 Prozent haben sogar ein starkes Interesse an einem solchen Angebot vermeldet.

Gespräche mit Investoren suchen

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Und 14 Prozent von ihnen haben eine starkes Interesse an einer barrierefreien Wohnung in Rodde. (Bild: Meike Kluska)

Mit den Ergebnissen will die Initiative ProRodde nun auf Bäckereien und mögliche Investoren für ein Gebäude mit barrierefreien Wohnungen zu gehen. Im Idealfall findet sich ein Investor, der ein Gebäude errichtet, in dem Wohnen im Alter möglich ist, das eine Bäckerei mit einem Café und einem kleinen SB-Banken-Center Fläche bietet. Bäckereien wurden bereits mit einem Anschreiben, den Umfrageergebnissen sowie einer Imagebroschüre Rodde kontaktiert, Investoren sollen in den nächsten Monaten angesprochen werden. Gleichzeitig wurde ein Pressebericht in der örtlichen Presse veröffentlicht.

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