Auch Newsletter verdienen Qualität

Serie: Welche Kanäle lassen sich für  die Informationsverteilung nutzen? Newsletter_web

In der vergangenen Woche habe ich eine kleine Serie über Dialoginstrumente gestartet. Jede Woche zeige ich auf, über welche Kanäle Unternehmen ihre Zielgruppen mit hochwertigen Inhalten erreichen können. Über diese Kanäle können Geschichten erzählt werden, die einen Mehrwert bieten und somit den Kunden binden. Während es sich in der vergangenen Woche um das Dialoginstrument Corporate Blog drehte, widme ich mich jetzt dem altbekannten Newsletter. Kritik ernst nehmen

Nun handelt es sich hierbei streng genommen nicht um ein Dialog- sondern eher um ein Monologinstrument, denn dem Leser stehen nicht unmittelbar Kommentarfunktionen zur Verfügung und wenn er antwortet, wird nur der Empfänger den geistigen Erguss sowie die eventuelle Kritik lesen können. Wer sich nun freut, weil er sich nicht öffentlich dieser Kritik stellen muss und auch niemand anderer davon Wind bekommt, dem sei gesagt: Nehmen Sie auch diese Kritik ernst, damit sich der Newsletterkontakt inklusive Kritik nicht doch plötzlich ins Internet und dort auf andere, öffentliche Kanäle verlagert.
Schon lange vor der elektronischen Versandmöglichkeit gab es den Newsletter: In einem Dokument informierten Unternehmen, Kirchen, Vereine und Organisationen über dieses (Print-)Medium. Gefühlt seit der Einführung der E-Mail wird diese nun dazu benutzt, die Newsletter an Interessierte schnell und bequem so wie kostenfrei zu verschicken.

Interessante Inhalte bieten

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Ein Newsletter sollte so interessant sein, dass er nicht einer Bereinigungsaktion zum Opfer fällt. (Bild: Meike Kluska)

Wer sein E-Mailfach heute öffnet wird mit einer schier unendlichen Fülle an E-Mails  überflutet. Dazwischen tummeln sich zahlreiche Newsletter, abonniert, weil man irgendwann irgendwo irgendetwas gekauft hat. Schnell durchgeklickt, wird der ein oder andere bei Seite „gelegt“, um ihn später zu lesen. Jedoch landen eben auch viele im Papierkorb. Und warum? Na, weil mich der Inhalt (uninteressant geschrieben, nicht persönlich ansprechend, nicht mein Interessensgebiet super beschrieben beziehungsweise aufgegriffen) einfach nicht angesprochen hat und mir deshalb jede Minute zu schade ist, diesen zu lesen. Wenn Unternehmensinhalte nun also via Newsletter die Zielgruppe erreichen soll, der sollte wissen: Ein Newsletter muss interessante Inhalte, die zielgruppenspezifisch verfasst knackige Thesen anbieten, liefern. Denn „Ihr“ Newsletter steht in der großen Konkurrenz zu anderen Newslettern, die sich untereinander in die Mailpostfächer quetschen und um die Gunst des Lesers buhlen. Und genau Ihrer soll ja nicht im elektronischen Papierkorb landen, sondern gerne gelesen werden.

Im ansehnlichen Outfit

Dazu gehört aber auch, dass die Newsletterinhalte in einem ansehnlichen Outfit daherkommen. Eigentlich sind Fotos der absolute Hingucker, aber nicht jedes Mailprogram lässt Fotos ohne Probleme zu. So manches Mailfach ist volumtechnisch (heute noch) begegrenzt und hochauflösende große Fotos sprengen somit die Mailfächer – ärgerlich für den Nutzer und ärgerlich für Sie als Unternehmen, denn Sie hatten somit keine Chance Ihre Zielgruppe zu erreichen. Formatieren Sie Bilder vor dem Versand. Auch sollte ein Newsletter klar zeigen, woher er kommt. Liefern Sie  dazu aber nur dezente Unternehmensinformationen (Link zur Homepage). Das gleiche gilt für Werbung. Hier gilt das Weniger-ist-oft-mehr-Prinzip. Mein Tipp: Vermeiden Sie es ganz, überzeugen Sie mit interessanten Inhalten und der Leser wird Ihre Produkte oder Dienstleistungen auch ohne überredende Werbung kaufen.

Bereinigungsaktion überstehen
Gleichzeitig sollte der Inhalt begrenzt sein. Zwingen Sie den Leser nicht, sich minutenlang durch Ihren Newsletter zu scrollen. Liefern Sie knackige kurze Informationen sowie Servicethemen. Sollte Sie einmal die Schreibwut packen: Reißen Sie die Thematik spannend an und locken Sie den Leser über einen Link auf Ihre Homepage, wo er den Artikel in seiner vollen Länge genießen kann. Natürlich wird der ein oder andere nun anmerken: Aber die Nutzer haben sich doch freiwillig zum Abo meines Newsletter entschieden, da ist doch die inhaltliche Aufbereitung egal. Halt! So mancher hat auch die Abmeldemöglichkeit für sich entdeckt und kann somit seine Mailfächer ganz schnell bereinigen. Und Ihr Newsletter sollte dieser Bereiniungsaktion eben nicht zum Opfer fallen. Und deshalb gilt: Interessante Servicethemen, zielgruppenspezifisch und übersichtlich aufgearbeitet sowie spannend und hochwertig geschrieben, die niemand minutenlang herunterscrollen muss. Beim Verfassen der Newsletter bedenken Sie: Sie sitzen nicht neben dem Leser, können ihm Ihre Absichten und das, was Sie mit irgendeinem Satz sagen wollten, nicht erklären. Er muss es selber verstehen, für gut befinden und Ihnen als Kunde gerne folgen. Das führt mittel- bis langfristig auch zum beliebten und vielzitierten ROI (Return of invest).

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